Purpose Unternehmen stehen für Verantwortung

Purpose-Unternehmen sind für ihre Kunden und Mitarbeiter da. Gewinne werden größtenteils reinvestiert und dienen dem Sinn des Unternehmens. Die Verantwortung liegt immer bei den Menschen im Unternehmen. Purpose Unternehmen arbeiten nicht für den Gewinn von Investoren, sondern den Sinn des Unternehmens.

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Purpose-Unternehmen verpflichten sich den Grundsätzen von Verantwortungseigentum

Grundsatz I: Gewinn = Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck

Heute beobachten wir oft, dass Gewinnmaximierung die Mission und den eigentlichen Zweck des Unternehmens ersetzt.
Purpose-Ansatz: Sinn und Zweck des Unternehmens stehen an erster Stelle. Gewinne werden reinvestiert. Purpose Unternehmen können nicht als Spekulationsgut behandelt und meistbietend verkauft werden.

Grundsatz II: Unternehmerschaft = Eigentümerschaft

Heute werden Entscheidungen häufig von fernen Investoren oder Menschen getroffen, die nicht aktiv im Unternehmen Verantwortung übernehmen. So entsteht strukturelle Verantwortungslosigkeit. Purpose-Ansatz: Entscheidungen werden im Unternehmen getroffen und ausgeführt. Dadurch bleibt die Verantwortung im Unternehmen.

Die gemeinnützige Purpose-Stiftung stellt zusammen mit den Unternehmen sicher, dass die Grundsätze nicht veränderbar sind und so zu einem verbindlichen Versprechen an Kunden und Mitarbeiter werden. Ein Versprechen, dass dieses Unternehmen für Sinnmaximierung und nicht Profitmaximierung steht.

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coGalleries
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We’re opening the doors to where art lives.

coGalleries is a new berlin art platform for social art experiences. These include visits to artist studios; art workshops and creative nites out. The ‚co‘ stands for: connect; collect; and collaborate. We are all about tapping into local art scenes in a social and engaging way. As a platform we grant access to a curated selection of professional artists in Berlin. At our core stand the art experiences that allow exclusive entry to the local berlin art scene and private views both for locals and visitors on a city-break. As a guest you benefit from a more intimate, richer behind-the-scenes experience of the berlin art scene than you would at a regular gallery or contemporary art museum. On our coGalleries website, we feature an overview of events and art experiences hosted in studios and in our Berlin-Mitte art gallery. We enable art explorers, art interested publics, curators and international art collectors to build direct relationships with leading and emerging berlin artists within an increasingly globalized art world.

Find out more: http://www.cogalleries.com/de/berlin-art-tours/

Triaz GmbH
Triaz GmbH

Zahlen & Fakten

Gegründet: 1987
Umsatz 2016: ~ € 85 Mio.
Gewinn 2016: ~ € 3,5 Mio,
Mitarbeiter 2016: 360

Die Triaz Group ist seit fast 30 Jahren größter Anbieter von ökologisch und fair hergestellten Produkten aus den Bereichen Mode, Schuhe, Wäsche, Haushaltswaren, Möbel, Heimtextilien, Spielzeug, Schulbedarf und Gartenartikel. Die bekannteste Marke in der Triaz Group ist „Waschbär – der Umweltversand“.

Mission

Menschen ökologisches und nachhaltiges Handeln im Alltag ermöglichen.

Produkt

Waschbär ist das „ökologische und nachhaltige Amazon“ Europas. 50% des Umsatzes wird durch ökologische Kleidung generiert, die Waschbär selber produziert. Die andere Hälfte durch den Verkauf von Kosmetik und Haushaltsprodukte bis hin zu Heimtextilien und Möbeln.

Gutes für die Welt

Bereits vor Jahrzehnten war Waschbär eines der ersten Unternehmen, die CO2 neutralen Versand angeboten haben und ausschließlich Produkte im Sortiment hatten, die zu recyceln sind, wie zum Bespiel ökologische, umweltfreundliche Kleidung und Schuhe.

Geschichte

Triaz wurde von Leo Pröstler als Deutschlands erster Bio-und nachhaltiger Versandhandel gegründet. Nach einem Konkurs in 2001 baute Ernst Schütz das Unternehmen wieder auf und führte es in eine erfolgreiche Zukunft. Er kaufte das Unternehmen für rund 7 Millionen Euro von der Bank.  Als Ernst Schütz sich zurückziehen wollte, wollte er es seinen Kindern das Unternehmen nicht einfach so übertragen. Er wollte nicht, dass seine Kinder seine Biographie fortführen müssen, sondern sich frei für das entscheiden, wo Ihre Interessen und Neigungen liegen. Ein Verkauf an Investoren, die nicht intensiv mit dem Unternehmen verbunden sind und die Werte und Philosophie des Unternehmen teilen, kam für ihn ebenfalls nicht in Frage. Er wollte, dass das Unternehmen langfristig sinn-orientiert und unabhängig bleibt. Deswegen hat Herr Schütz sich für Verantwortungseigentum entschieden, um sicherzustellen, dass die Stimmrechte immer bei den Menschen liegen, die im Unternehmen die Verantwortung übernehmen und Stimmrechte von Gewinnrechten getrennt sind. Im Gegenzug für die Aufgabe aller Dividendenrechte, erhält Herr Schütz eine Pension von Triaz.

Eigentumsstruktur

In aller Kürze stellt die Eigentumsstruktur sicher, dass nur Menschen aus dem Unternehmen, die das Unternehmen auch tatsächlich führen, Stimmrechte halten können. Treuhänder (CEOs und Manager) halten die Stimmrechte. Sollte ein Treuhänder das Unternehmen verlassen, werden die Stimmrechte an einen Nachfolger übergeben. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Stimmrechte und Gewinnrechte getrennt sind. Die Gewinnrechte liegen im Unternehmen selbst, bei Investoren oder Stiftungen. Die Inhaber der Stimmrechte können diese Regeln nicht ändern, solange der eingesetzte Kontrollgesellschafter nicht ebenfalls zustimmt. Dieser sogenannte „Golden Share“ liegt bei der gemeinnützigen Purpose Stiftung.

Details der Eigentumsstruktur

Die Triaz GmbH hat einen Gesellschafter: Artiz GmbH. Die Artiz GmbH wiederum hat drei Gruppen von Gesellschaftern:

1. Die Treuhänder

2. Die Purpose Stiftung

3. Investoren

Der erste Treuhänder wurden von Ernst Schütz, dem Eigentümer des Unternehmens, bestimmt. Die Treuhänder haben Stimmrechte, aber keine Dividendenrechte. Im Falle von Triaz wird die Mehrheit der Stimmrechte von nur einer Person gehalten, während andere Minderheitsbeteiligungen halten. Die Treuhänder können sich keine marktunüblichen Gehälter bezahlen. Sobald ein Treuhänder das Unternehmen verlässt, bestimmt ein Nachfolgerat einen neuen Treuhänder. Der Nachfolgerat besteht aus 4 Externen (erfahrene Unternehmer und Investoren) und 3-4 Mitarbeiter. Die externen Mitglieder des Nachfolgerats kooptieren neue Mitglieder, sobald jemand den Rat verlässt oder in Rente geht.

Der „Golden Share“ wird von der gemeinnützigen Purpose Stiftung gehalten. Die Stiftung hat keinerlei Mitspracherecht abgesehen von einer Änderung der Satzung bezüglich der Prinzipien von Verantwortungseigentum. Die Purpose Stiftung selber ist per eigener Satzung dazu verpflichtet in diesem Fall immer ein Veto einzulegen. Die einzige Ausnahme bildet eine Mehrheitsentscheidung aller Unternehmen, die mit der Purpose Stiftung Verantwortungseigentum umsetzen.

 

„Als Purpose-Unternehmen haben wir die Freiheit, im Sinne des Unternehmens, der Kunden und Mitarbeiter zu handeln. Unsere Firma wird nie ein Spekulationsgut werden, sondern gehört sich selbst und bleibt unabhängig.“

Katharina Hupfer Sprecherin Geschäftsführung

 

 

unternehmen mitte
unternehmen mitte

Zahlen & Fakten

Gegründet: 1998

Umsatz 2016: 4.3 Mio CHF

Gewinn 2016 : 0.3 Mio CHF

Mitarbeiter 2016: 80

 

Ziel und Zweck

Kaffeehaus und Kulturimpuls

Produkt

Das „unternehmen mitte“ ist das „größte Kaffeehaus der Schweiz“ in der Mitte von Basel. Es ist ein städtisches Wohnzimmer für über tausend Gäste am Tag und Plattform für zahlreiche Unternehmen und Initiativen. Im Haus finden sich Coworking Arbeitsplätze, Veranstaltungsräume und für die Unternehmer und Gäste Wohnräume. Das Haus ist ein Herd für gesellschaftliches Engagement, wie zum Beispiel die „Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ oder der Think Tank „first world development“ und nicht zuletzt die „Purpose Stiftung“ die dort ihren Ausgangspunkt und Sitz hat.

Spezialität

Merkmal des Unternehmens ist die Fokussierung auf Qualität und Bildung. Das Kaffeehaus steht für den „besten Kaffee nördlich der Alpen“ und ist berühmt geworden durch die freie Konsumation – es besteht kein Konsumationszwang in den Räumlichkeiten. Viele junge Menschen sammeln im „unternehmen mitte“ ihre ersten Berufserfahrungen. Sie werden zu selbständigen und teamfähigen Menschen ausgebildet. Einige bilden sich weiter zu selbstständigen Unternehmern und Unternehmerinnen. 

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1998 von drei jungen Männern gegründet in der Perspektive aus dem ehemaligen Volksbankgebäude ein Ort mit menschlicher Währung zu gestalten. Zentrales Motiv war und ist, das Geld nicht als Zweck, sondern als Mittel zu verstehen und zu verwenden. So wurde das „unternehmen mitte“ als GmbH mit den beiden Purpose-Regeln gegründet.

Eigentumsstruktur

Die Gesellschafter des Unternehmens sind ebenso Geschäftsführer. Es gibt keine Fremdeigentümer, also keine Gesellschafter, die nicht selber aktiv im Unternehmen tätig sind. Verlässt jemand das Unternehmen, gibt er seine Gesellschaftsanteile an das Unternehmen zurück. Im Weiteren haben die Gesellschafter keinen Anspruch auf den Gewinn aus der Erfolgsrechnung. Ihr Einkommen ist Teil der Kostenstruktur.

Gewährleistung der Purpose-Struktur

Das Einhalten der Purpose-Regeln wird über den langfristigen eigentümerähnlichen Mietvertrag mit der Hauseigentümerin, der Stiftung Edith Maryon, gewährleistet. Das Nichteinhalten der Purpose-Grundsätze hätte eine Auflösung des Mietvertrages zur Folge.

 

„Wenn Sie den Erfolg Ihres Unternehmens nicht privatisieren, haben Sie mehr Kraft.“

Daniel Häni, Mitbegründer und Geschäftsführer des „unternehmen mitte“

 

Waldorfshop
Waldorfshop

Waldorfshop gehört sich selbst!

Unsere Garantie und rechtlich bindendes Versprechen – Waldorfshop wird sich treu bleiben. Wir werden nie verkauft, ein Spekulationsgut werden oder Gewinne auf Kosten der Kunden und Umwelt maximieren.

Seit 2017 gehören wir uns selbst und sind jetzt ein Verantwortungs-Eigentums-Unternehmen. Gewinne werden reinvestiert oder gespendet. Die Kontrolle liegt immer bei Menschen, die mit dem Unternehmen verbunden sind. Das ist unser Verständnis von Gemeinnützigkeit.

 

Armin Steuernagel, Gründer Waldorfshop zu der Entscheidung für Verantwortungseigentum:

Liebe Eltern und Interessierte,

wir bei Waldorfshop stehen jeden Tag gerne dafür auf, dass Sie Zugang zu sinnvollen Spielen, Ideen und Materialien für Ihre Kinder haben. Wir arbeiten gerne für den waldorf-pädagogischen Impuls, der dem Unternehmen seit seiner Gründung vor 10 Jahren zugrunde liegt. Vor einiger Zeit fragte jedoch eine Mitarbeiterin: „Armin, arbeiten wir wirklich für das Ideal oder arbeiten wir nicht eigentlich für dich? Du als Eigentümer kannst doch letztlich alle Gewinne einstecken oder die Firma irgendwann für eine hohe Summe verkaufen oder vererben“.

Ich musste nachdenken. Es stimmte. Rechtlich gesehen war es so. Allerdings entsprach und entspricht es überhaupt nicht meinem Verständnis – ich habe mich stets als Dienstleister verstanden und die Firma nie als Privatvermögen gesehen. Mir wurde klar: Unser altes von den Römern übernommenes Eigentumsrecht entspricht nicht dem, wie viele Unternehmer heute Eigentum leben wollen – nämlich Sinn-orientiert anstatt Profit-orientiert. Sinnorientierte Unternehmen wollen dem Kunden dienen, das alte Eigentumsdenken macht aus Firmen dagegen Spekulationsobjekte, mit Effekten, wie wir sie aus der Finanzkrise kennen.

Waldorfshop sieht sich jedoch als ein Zusammenschluss von Menschen, der einem Sinn und damit Ihnen, den Kunden, dienen möchte. Um dieses Verständnis auszudrücken, haben wir die Firma kürzlich zu einem sich selbst gehörenden Unternehmen gemacht. Mit klugen rechtlichen Vorkehrungen gilt nun bei Waldorfshop, dass …

1)… nur Eigentümer werden kann, wer auch aktiv in der Firma mitarbeitet – Vererbung und Verkauf sind ausgeschlossen.

2)… alle Eigentümer Stimmrechte haben, sie dadurch allerdings keine Gewinne privatisieren können. Alle Gewinne werden ins Unternehmen reinvestiert oder gespendet.

Diese Regeln finden Sie nun in der Satzung von Waldorfshop fest verankert. Und damit ich oder Nachfolgende dies nicht zurück ändern können, sind diese „selbstentmachtenden“ Regeln durch eine gemeinnützige Stiftung gesichert, die einen Veto-Anteil an Waldorfshop hält und so juristisch verhindert, dass die Firma jemals zum Spekulationsobjekt wird. Waldorfshop ist jetzt also in einem noch tieferen Sinne gemeinnützig geworden. Wir sind wirklich für Sie da.

Mit besten Grüßen

Ihr Armin Steuernagel, Gründer

 

Die wichtigsten Fragen zum Treuhandeigentum von Waldorfshop

 

1) Was heißt Waldorfshop gehört sich selbst?

Konkret bedeutet es, dass es Verantwortungs-Eigentümer gibt. Diese sind:

1) nur auf Zeit Eigentümer, solange sie aktiv bei Waldorfshop dabei sind und seiner Mission dienen,

2) sie können ihr Eigentum nicht verkaufen oder vererben, sondern müssen es weitergeben an die Nachfolger,

3) Eigentümer bekommen auch nur ein Gehalt und können Gewinne nicht privatisieren.

 

2) Wer bekommt die Gewinne von Waldorfshop?

Gewinne von Waldorfshop werden entweder reinvestiert, an gemeinnützige Organisationen gespendet, genutzt um Preissenkungen durchzuführen oder um unseren Mitarbeitern bessere Gehälter zu zahlen.

3) Wer hat bei Waldorfshop das Sagen?

Waldorfshop wird nicht von fernen Investoren oder Außenstehenden kontrolliert, sondern immer von den aktiven Unternehmern, die direkt für die Aufgaben und den Sinn brennen.

4) Wieso kann Waldorfshop nicht vererbt werden?

Eine Firma ist für uns ein Organismus, der sich selbst gehören sollte, und der von den Fähigsten treuhänderisch gehalten werden sollte. Unsere Eigentümer möchten ihren Kindern ermöglichen, nicht einfach eine Firma zu erben und damit das Leben der Eltern weiterzuführen, sondern eigene Wege zu finden. Außerdem möchten die Waldorfshop-Treuhandeigentümer, dass immer die Fähigkeiten und Werte und nicht Blutsbande oder Geldbeutel entscheiden, wer Waldorfshop führt.

5) Wieso ist es gut, dass Waldorfshop nicht verkauft werden kann?

Wenn ein Unternehmen zum Spekulationsgut wird, passiert es oft, dass es für einen hohen Preis verkauft wird. Der Käufer will den Kaufpreis zurückverdienen und muss dafür oft die Werte und Sinn-Orientierung vernachlässigen. Die heute dominante Shareholder-Value-Orientierung hat sich spätestens seit den Finanzkrisen als gefährlich für eine gesunde Gesellschaft gezeigt. Wenn Waldorfshop verkauft werden könnte, würde das heißen, dass die ökonomischen Kräfte die Kontrolle gewinnen könnten. Durch Treuhand-Eigentum ist das ausgeschlossen. Nur Menschen, die sich für die Aufgabe von Waldorfshop einsetzen, werden Eigentümer von Waldorfshop.

6) Wie wird das Verantwortungs-Eigentums-Versprechen rechtlich sichergestellt?

Das Versprechen, dass Waldorfshop nicht verkauft oder privatisiert werden kann, dass alle Gewinne reinvestiert oder gespendet werden und immer nur Menschen, die für Waldorfshop brennen für eine gewisse Zeit „Treuhand“-Eigentümer werden, steht in der Satzung von Waldorfshop. Grob gesagt erhalten die Eigentümer von Waldorfshop 99,9% der Anteile an Waldorfshop, die sie berechtigen, alles unternehmerische zu entscheiden aber NICHT Gewinne an sich auszuschütten oder die Anteile zu vererben oder auf dem freien Markt zu verkaufen. Stattdessen müssen sie ihre Anteile weitergeben (siehe Punkt über Nachfolge). Damit nun die Eigentümer, die ja mit 99,9% die absolute Mehrheit haben, nicht einfach die Satzung ändern und dort reinschreiben, dass sie Waldorfshop doch verkaufen und privatisieren können, gibt es einen sogenannten Veto-Anteil (auch „Goldener Anteil“) der nur 0,1% von Waldorfshop besitzt. Dieses Veto-Recht besteht aber nur wenn versucht werden sollte, das Verantwortungseigentum abzuschaffen. Der Veto-Anteil ist in den Händen der Purpose- Stiftung, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich darauf spezialisiert hat, solche Veto-Anteile zu halten. Die Purpose Stiftung hat die Aufgabe, laut ihrer eigenen Satzung, immer Veto einzulegen, wenn versucht wird, Verantwortungseigentum zu untergraben. Die Purpose Stiftung übernimmt diese Aufgabe auch für z.B. Soulbottles GmbH, Jolocom, Cogalleries.com und andere. Jede Firma ist dort in der Stiftung auch mit einem Repräsentanten vertreten. Die Stiftung ist sozusagen der Ersatz-Staat, der solange nötig ist, bis der Staat uns gleich eine Eigentumsform anbietet, die Unternehmen nicht mit materiellen Dingen gleichstellt.

Wer noch genauer wissen will, wie es rechtlich sichergestellt wird kann die Satzung lesen (siehe Link unten).

7) Wer entscheidet wer Eigentümer wird?

Es gibt ein „Nachfolgerat“ der aus Mitarbeitern von Waldorfshop, dem Bund der Freien Waldorfschulen und Abgesandten der Purpose Stiftung besteht. Wenn ein Unternehmer ausscheidet so schlägt er einen neuen Eigentümer vor, der vom Nachfolgerat genehmigt werden muss. Wird kein Nachfolger vorgeschlagen, so entscheidet der Nachfolgerat alleine.

8) Was passiert, wenn sich die Treuhandeigentümer schlecht verhalten, Verluste erwirtschaften oder die Werte von Waldorfshop unterhöhlen?

Jeder Treuhandeigentümer erstellt in Zusammenarbeit mit dem Nachfolgerat „rote Linien“ bei deren Erreichung er potentiell vom Nachfolgerat von seinen Aufgaben entbunden werden kann. Z.B. Wenn Produkte angeboten werden, die vom Bund der Freien Waldorfschulen gerügt werden und wenn dann diese Fehler über längere Zeit nicht korrigiert werden, ist so eine rote Linie erreicht, bei der der Nachfolgerat einschreiten kann. Oder wenn über Jahre hinweg Verluste geschrieben werden.

9) Welche anderen Unternehmen gehören sich selbst?

Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen, die sich ähnlich oder gleich wie Waldorfshop organisieren. Zum Beispiel der Naturkosmetikhersteller und Arzneimittelhersteller Dr. Hauschka bzw. Wala, auch dm Drogeriemarkt, Robert Bosch oder Zeiss. Außerdem Soulbottles, Jolocom, CoGalleries.

 

Wenn Sie ganz genau verstehen wollen, wie Waldorfshop sich selbst gehört, so können sie hier die Satzung von Waldorfshop (Universnatur GmbH) herunterladen.

Wilde Möhre
Wilde Möhre

At a Glance:

Gegründet: 2013
Umsatz 2017: unterer siebenstelliger Bereich
Profits 2017: k.A.
Employees 2017: Neun feste Mitarbeiter und ca. 22 freie Mitarbeiter

Mission

Das Kollektiv um die Wilde Möhre vertritt eine offene, positive Geisteshaltung und will mit seinen Veranstaltungen und Projekten die Werte eines fairen, nachhaltigen und toleranten Miteinanders vermitteln sowie Einfluss nehmen auf einen positiven Wandel unserer Gesellschaft.

Produkt

Das größte Projekt der Wilden Möhre ist das Wilde Möhre Festival, das seit 2014 jedes Jahr im Sommer mitten in der grünen Lausitz stattfindet. Rund 5.000 Besucher*innen erleben gemeinsam und unter freiem Himmel ein kulturelles Erlebnis für alle Sinne. Das Festival will inspirieren und bereichern und verbindet in seinem Programm Musik unterschiedlichster Genres mit anderen Kunstdisziplinen wie Film, Theater, Lesungen, Performances und DIY-Workshops. Die Wilde Möhre steht für Toleranz, kulturellen Austausch und ein friedliches Miteinander und richtet sich an Jeden ungeachtet von Geschlecht, Alter, Hautfarbe oder Herkunft.

Neben dem Festival organisiert das Kollektiv um die Wilde Möhre diverse Klub-Veranstaltungen, ist mit dem Musiklabel „Möhrerekorder“ in der Künstlerförderung tätig und betreibt die Kulturbar „Zum Schwalbenschwanz“ in Berlin Lichtenberg, wo der Geist des Festivals urban aufgegriffen wird. Als Kommunikationsagentur bietet die Wilde Möhre UG darüber hinaus Dienstleitungen im Musik- und Eventbereich an.

Gutes für die Welt

Der Respekt für Mensch und Umwelt sowie eine nachhaltige Lebensweise sind tief im Selbstverständnis der Wilden Möhre verankert. Das Festival wird so umweltfreundlich wie möglich durchgeführt: Kompostierbares Geschirr, Fairtrade-Produkte, chemikalienfreie Öko-Toiletten sowie die Verwendung ausschließlich saisonaler und regionaler Zutaten im gastronomischen Bereich sind nur einige der Maßnahmen, die stetig erweitert werden.

Darüber hinaus ist das Thema Kulturaustausch ein Herzensprojekt der Wilden Möhre: es werden Spenden gesammelt für Geflüchtete und junge Krebskranke, um ihnen den Festivalbesuch und damit ein schönes Erlebnis zu ermöglichen.

Geschichte

Vor vielen Jahren kamen wir zum Studieren nach Berlin und fragten uns, was wir mit der frisch gewonnenen Freiheit anfangen und wie wir leben sollten – denn Reflexion über das Leben und die Suche nach einem Sinn waren ständige Begleiter: Wie lebt man ein zufriedenes Leben? Was für ein Mensch möchte ich sein? Wie kann ich meinen Mitmenschen etwas zurück geben? Was bedeutet Freundschaft? Nach welchen Werten sollte man streben?

Langsam aber stetig keimte in uns der Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem wir unserer Ideale verwirklichen konnten. Wir wollten einen Ort im Herzen der Natur schaffen, an dem sich jeder abseits von den Ansprüchen unserer Gesellschaft individuell selbst finden kann, an dem man Ausgelassenheit mit Entspannung und Inspiration verknüpfen kann; einen Ort, an dem die Liebe jeden Besucher vom richtigen Handeln überzeugt und der als Blaupause für ein gutes Miteinander verstanden werden kann.
Gleich nach der ersten Veranstaltung mussten wir uns eingestehen, dass ein solcher Ort und ein solches Unterfangen nicht ohne den permanenten Einsatz eines größeren Teams erhalten werden kann. Der Grundstein war gelegt, als Gruppe nicht mehr nur Utopien am Wochenende zu erschaffen, sondern eine langfristige, nachhaltige und wertebasierte Unternehmung aufzubauen. Die Idee der Wilden Möhre war geboren, wobei uns die namensgebende Pflanze in ihrer Struktur inspiriert hat – besteht sie doch aus vielen kleinen Blüten, die gemeinsam ein Ganzes ergeben. Gleichzeitig symbolisiert sie die Verbundenheit zur Natur und deren Erhalt. Die Gruppe um die Wilde Möhre versteht sich als sich stetig weiterentwickelnde Institution, die sich ihrer eigenen Fehler bewusst ist. Unser Anspruch ist ein ganzheitliches, faires und klimafreundlich Festival, bei dem die Bedürfnisse aller Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt werden: Gäste, Künstler, Betreiber, Anwohner und nicht zuletzt die Umwelt. Diesem Anspruch, den wir als „möhrekonformes Handeln“ zusammenfassen, fühlen wir uns verpflichtet und nähern uns Jahr für Jahr mit großer Anstrengung diesem Ideal. Dabei sind wir keine geschlossene Gruppe, sondern eine sich stetig erweiternde Lebensidee, die über die Möhre hinweg Kollektive und Einzelkämpfer unterstützt.

Als wertebasiertes Unternehmen steht die Wilde Möhre für ein selbstbestimmtes, an die eigenen Bedürfnisse angepasstes Arbeiten, einen freundlichen, respektvollen Umgang miteinander sowie dafür, gemeinsame Werte erfolgreich zu leben und mit ihnen positiven Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Der Purpose-Gedanke legt den Grundstein, das gemeinsam aufgebaute Wertekonstrukt langfristig zu erhalten und gemeinsam davon zu profitieren. Die Verantwortung wird auch im Eigentum auf mehrere Mitarbeiter verteilt und es wird gewährleistet, dass für die gemeinsame Sache gearbeitet werden kann. Im Sinne des Werteerhalts ist es uns wichtig, dass das Unternehmen nicht mehr verkauft werden kann an potentielle Investoren, die den Profit in den Vordergrund stellen.

Eigentumsstruktur

99 Prozent der Stimmrechte und 100% der Gewinnrechte verbleiben bei der Wilde Möhre Gbr., ein Prozent der Stimmrechte (Golden Share) wird an die Purpose Stiftung abgetreten. Die Stiftung hat keinerlei Mitspracherecht abgesehen von einer Änderung der Satzung bezüglich der Purpose Prinzipien. Intern war es wichtig, im Vorfeld Befindlichkeiten in Sachen privater Haftung der bisherigen Geschäftsführer gegenüber den übrigen Mitarbeitern zu berücksichtigen. Gelöst wurde dies durch eine Stimmrechtsverteilung, die nach internem Schlüssel festgelegt wurde.

 

„Die gesellschaftliche Ungleichheit wächst. Purpose gibt die Früchte der eigenen Arbeit an die Menschen zurück und korrigiert einen in die Jahre gekommenen Fehler.”

Alexander Dettke und Tobias Hauptvogel, Gründer Wilde Möhre

Im Interview berichten die Gründer über die Zusammenarbeit bei der Wilden Möhre und ihre Motivation für Verantwortungseigentum – zum Interview

Jolocom
Jolocom

„We need to question the impact of our efforts and re-connect to values that got lost on the way. Decentralization will help us to find and keep our purpose.”

Jolocom re-thinks digital identity.

We offer companies the opportunity to use blockchain technologies combined with linked data. We designed a self-sovereign identity solution so customers can sign in with a single click, while keeping their data secure in their own data storage. Our smartwallet solution allows everybody to easily manage and share information with people and organizations they trust – with your data remaining yours.

We advise companies on the implementation of standard-based decentralized identity technology and help to understand and grow decentralized ecosystems. We also advise companies on compliance with data regulations like the the EU’s General Data Protection Regulation.

At Jolocom, we work hard to enable companies to collaborate rather than to compete. In a world where your data belongs to you and interested parties respectfully request permission to access part it your life will be richer in ways that were impossible before.

Coliga
Coliga

“We have chosen Purpose because we want to make sure that we will always be able to prioritize our values and partners and to follow our mission and purpose”

Coliga is a platform for communities like coworking spaces and art collectives to create and curate their own job marketplace.

Many communities have a great reputation for attracting and curating talented individuals and companies, but are rarely able to translate that collective reputation into jobs for their members, or revenue they need to operate.

Coliga offers a new model to achieve both: we help communities become their own job collective and drive more jobs to members, while allowing the value of each job completed by a member to be split with the community and any other member that helped realise that opportunity.

Coliga is founded by an international team based in Berlin. Our core objective is to unlock the potential of self-organized work, and bring about a more cooperative and collaborative economy.

Danke für Deine Anmeldung. Wir senden Dir gleich eine Bestätigung per Mail - Lieben Dank, Dein Purpose Team.